Immobilienkauf Spanien — ehrlich erklärt

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Steuern nach dem Kauf: Die laufenden Kosten in Spanien
18. Mai 2026 6 Min 2 Aufrufe
0:006:27
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Worum geht es?
Diese Folge beleuchtet die steuerlichen Pflichten und laufenden Kosten, die nach dem Immobilienkauf in Spanien auf dich zukommen, und hilft dir, diese Posten realistisch einzuplanen.
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Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Immobilienkauf Spanien ehrlich erklärt. Deinem Podcast, der dir hilft, deinen Traum von einer Immobilie unter der spanischen Sonne gut vorbereitet und mit klarem Kopf anzugehen. Ich bin dein Host und heute sprechen wir über ein Thema, das oft erst nach dem Kauf so richtig präsent wird, aber von Anfang an eingeplant werden sollte. Die Steuern und laufenden Kosten nach dem Immobilienkauf in Spanien. Du hast es geschafft. Der Kaufvertrag ist unterschrieben, der Notar hat bestätigt und du bist stolzer Eigentümer einer Immobilie in Spanien. Herzlichen Glückwunsch. Doch mit den Schlüsseln kommt auch die Verantwortung für eine Reihe von jährlichen und quartalsweisen Kosten. Viele Käufer denken vor allem an den Kaufpreis und die Kauf Nebenkosten und das ist auch gut so. Aber die laufenden Kosten dürfen keinesfalls unterschätzt werden, denn sie beeinflussen maßgeblich, wie viel Freude du langfristig an deiner Immobilie hast. Lass uns mit den wichtigsten staatlichen Abgaben beginnen. Da wäre zum einen die Grundsteuer, der sogenannte IBI, Impuesto sobre bienes inmuebles. Dies ist eine Gemeindesteuer, die jährlich anfällt und deren Höhe von der Gemeinde und dem Katasterwert deiner Immobilie abhängt. Der Katasterwert wiederum ist ein behördlich festgelegter Wert, der meist unter dem tatsächlichen Marktwert liegt. Es ist wichtig diesen Wert zu kennen, denn er ist die Basis für die Berechnung des IBI und anderer Steuern. Eng damit verbunden ist die Müllabfuhrgebühr, im Spanischen oft Tasa de Basura genannt. Auch diese ist eine kommunale Steuer und wird meist einmal oder zweimal im Jahr abgerechnet. Die genaue Höhe variiert je nach Gemeinde und Größe der Immobilie. Diese musst du auf jeden Fall auf dem Schirm haben. Dann gibt es für nicht Residenten noch die nichtresinenten Einkommensteuer, den Impuesto sobre la renta de no residentes, kurz IRNR. Diese Steuer fällt auf die sogenannte fiktive Miete an, also auf den potenziellen Mietertrag der Immobilie, selbst wenn du sie nicht vermietest. Die Steuerbasis ist ein kleiner Prozentsatz des Katasterwerts und der Steuersatz liegt für EU-Bürger und Bürger des europäischen Wirtschaftsraums üblicherweise bei 19 %, für andere bei 24 %. Diese Steuer musst du jährlich selbst deklarieren und zahlen, normalerweise Ende des Jahres für das Vorjahr. Hierfür ist es ratsam, eine Gestoria oder einen Steuerberater zu beaufttragen, der sich um die korrekte Deklaration kümmert. Verlass dich nicht darauf, dass du automatisch eine Rechnung bekommst. Die Pflicht zur Deklaration liegt bei dir. Wenn du deine Immobilie vermieten möchtest, sei es zur Ferienvermietung oder als Langzeitmiete, dann werden die Mieteinnahmen natürlich auch besteuert. Hier gibt es unterschiedliche Regelungen und Abzugsmöglichkeiten. Auch hier gilt: Lass dich professionell beraten, um keine Fehler zu machen und alle steuerlichen Vorteile zu nutzen. Die genauen Bestimmungen sind regional sehr unterschiedlich und können sich auch ändern. Neben diesen Steuern darfst du die Nebenkosten für Wasser, Strom und Gas nicht vergessen. Abhängig von der Region und deinem Verbrauch können diese Kosten schnell ins Gewicht fallen. Achte darauf, dass du Abschlagszahlungen und Anbieter regelmäßig überprüfst. Auch die Gebäudeversicherung ist ein Muss und schützt dich vor unliebsamen Überraschungen bei Schäden am Eigentum. Lebst du in einer Wohnanlage oder einem Apartmenthaus, kommt noch das Hausgeld die Gastos de Communidad hinzu. Damit werden die Kosten für die Instandhaltung der Gemeinschaftsflächen, Gärten, Pools, Aufzüge und so weiter bezahlt. Die Höhe dieses Hausgeldes kann stark variieren, von wenigen zig Euro bis zu mehreren 100 Euro im Monat, je nach Ausstattung der Anlage. Auch hier gilt: Informiere dich vor dem Kauf genau über die Höhe und welche Leistungen damit abgedeckt sind. Ein Blick in die Protokolle der Eigentümerversammlungen der letzten Jahre kann hier sehr aufschlussreich sein. Mein Tipp für dich: Erstelle vor dem Kauf eine detaillierte Liste aller zu erwartenden laufenden Kosten. Addiere den IBI, die Müllgebühren, die Nichtresidentensteuer, die Nebenkosten für Energie und Wasser, die Gebäudeversicherung und gegebenenfalls das Hausgeld. Dann dividiere den Betrag durch 12, um eine realistische monatliche Belastung zu erhalten. Diese Zahl sollte in deine Finanzplanung unbedingt einfließen. Nur so kannst du sicherstellen, dass dein Traum von der Immobilie in Spanien auch langfristig finanziell tragbar ist und bleibt. Vernachlässige diese Posten nicht. Ein günstiger Kaufpreis ist nur die halbe Miete. Die langfristige Freude an deiner spanischen Immobilie hängt maßgeblich davon ab, wie gut du die laufenden Kosten im Griff hast und eingeplant hast. Und bei allen Fragen zu den Steuern und Abgaben gilt: Hole dir immer professionelle Unterstützung von einer Gestoria oder einem Steuerberater vor Ort. Die Gesetze können komplex sein und ändern sich gelegentlich. Verliebe dich ruhig in Spanien und deine Traumimmobilie, aber unterschreibe keinen Vertrag, ohne alle laufenden Kosten im Blick zu haben. Eine gute Immobilie erkennst du nicht nur an der Aussicht, sondern auch an einer sauberen Kostenplanung. Ich wünsche dir viel Erfolg bei diesem wichtigen Schritt und bis zur nächsten Folge von Immobilienkauf Spanien ehrlich erklärt.
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