Immobilienkauf Spanien — ehrlich erklärt
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Steuern nach dem Kauf: Jährliche Abgaben in Spanien

16. Juni 2026 6 Min 1 Aufrufe
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Worum geht es?

Diese Folge beleuchtet die jährlichen Abgaben und Steuern, die nach dem Immobilienkauf in Spanien auf dich zukommen, damit du langfristig finanziell gut planst und böse Überraschungen vermeidest.
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Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Immobilienkauf Spanien ehrlich erklärt. Heute sprechen wir über ein Thema, das oft erst nach dem Kauf ins Bewusstsein rückt, aber für deine langfristige finanzielle Planung von entscheidender Bedeutung ist: die jährlichen Kosten und Steuern, die nach dem Erwerb einer Immobilie in Spanien auf dich zukommen. Du hast dich in dein Traumhaus verliebt, der Kaufvertrag ist unterschrieben, die Sonne Spaniens lacht dir entgegen. Doch der Kaufpreis und die Kaufnebenkosten sind nur der Anfang. Eine Immobilie in Spanien bringt, wie überall auf der Welt, auch fortlaufende Verpflichtungen mit sich. Und diese solltest du von Anfang an kennen und realistisch in dein Budget einplanen. Sonst kann der Traum schnell teurer werden als gedacht. Fangen wir mit der wohl bekanntesten Abgabe an: der IBI, der I impuesto. Sowie Bibles in Mbles, das ist die jährliche Grundsteuer, die jede Gemeinde erhebt. Die Höhe der IBI hängt vom Katasterwert deiner Immobilie ab und variiert stark je nach Gemeinde und Region. Wichtig ist, sie wird in der Regel einmal im Jahr fällig und ist eine kommunale Steuer. Verwechsle sie nicht mit dem Katasterwert selbst, der eine Grundlage für die Berechnung ist. Wir hatten ja schon einmal über den Unterschied zwischen Kataster und Grundbuch gesprochen. Die IBI ist ein direkter Geldfluss, der jährlich von dir als Eigentümer zu leisten ist. Ein weiterer Posten, den du beachten solltest, sind die Harma Müllgebühren. Auch diese sind kommunal und werden in vielen Gemeinden getrennt von der IBI erhoben. Die tatsächliche Höhe hängt hier ebenfalls von der Gemeinde ab. Informiere dich am besten direkt bei der Kommunalverwaltung oder frage deinen Anwalt, wie hoch diese Gebühren für deine Wunschimmobilie ausfallen. Wenn du eine Wohnung in einer Gemeinschaftsanlage, z.B. mit Pool und Garten, erwirbst, kommen die Gemeinschaftskosten hinzu. Diese sind auch als Hausgeld bekannt und decken die Ausgaben für die Instandhaltung der Gemeinschaftsflächen, der Gärtner, der Poolreinigung, manchmal auch den Hausverwalter und die Nebenkosten für gemeinsam genutzte Bereiche ab. Die Höhe dieser Kosten kann stark variieren, von ein paar hundert Euro im Jahr bis zu mehreren tausend Euro, je nach Ausstattung der Anlage und dem Umfang der Dienstleistungen. Lass dir unbedingt vom Verkäufer oder deinem Anwalt die letzten Protokolle der Eigentümerversammlungen und die genaue Aufstellung der Gemeinschaftskosten zeigen, um hier keine bösen Überraschungen zu erleben. Und dann gibt es noch steuerliche Aspekte, die oft vergessen werden, insbesondere für Nicht-Residenten. Als Nicht-Resident musst du jährlich eine an Nicht-Residenten Einkommensteuer auf den sogenannten fiktiven Mietwert deiner spanischen Immobilie zahlen, selbst wenn du sie nicht vermietest. Diese Steuer wird berechnet, als würdest du deine Immobilie vermieten. Für Residenten fällt diese Steuer natürlich weg, da sie ihr weltweites Einkommen in Spanien versteuern. Aber für alle, die nur eine Ferienimmobilie besitzen, ist das ein wichtiger Punkt. Auch hier variiert der Steuersatz und die genaue Berechnung. Dein Steuerberater oder Anwalt kann dir hier präzise Auskunft geben. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die Versicherungen. Eine Gebäudeversicherung ist in Spanien zwar nicht zwingend vorgeschrieben, aber dringend empfehlenswert, vor allem, wenn du eine Hypothek aufnimmst. Banken verlangen diese oft. Eine Hausratsversicherung schützt dein Inventar. Und wenn du planst, deine Immobilie zu vermieten, brauchst du eventuell zusätzliche Versicherungen, sowohl für dich als Vermieter, als auch für den Schutz deiner Mieter. Mein Kauftipp der Folge ist daher, erstelle eine umfassende Liste aller jährlichen Kosten und Steuern, bevor du den Kaufvertrag unterschreibst. Frage deinen Anwalt oder einen Steuerberater in Spanien gezielt nach allen Abgaben, die auf dich zukommen. Lass dir die letzten Rechnungen für IBI, Müll und Gemeinschaftskosten zeigen. Plane finanziell nicht nur den Kaufpreis und die Nebenkosten ein, sondern auch die laufenden Ausgaben für die kommenden Jahre. Der Fehler, den du vermeiden solltest, ist, dich von einer niedrigen Grunderwerbsteuer blenden zu lassen und die nachfolgenden jährlichen Kosten zu unterschätzen. Eine Immobilie am Meer, mit hohem Katasterwert, kann auch höhere jährliche Abgaben bedeuten. Und bei einer großen Finca im ländlichen Raum können die Bewirtschaftungskosten für Grundstück und eventuell einen Pool ebenfalls ins Gewicht fallen. Zusammenfassend lässt sich sagen, der Traum von einer Immobilie in Spanien ist wunderbar, aber er muss auch realistisch finanziert werden, nicht nur einmalig, sondern Jahr für Jahr. Kläre alle laufenden Kosten und Steuern frühzeitig ab. Nur so kannst du sicherstellen, dass dein spanisches Zuhause auch langfristig eine Freude bleibt und keine unkalkulierbare finanzielle Last wird. Prüfe genau, rechne nach und sprich mit Experten. Bis zur nächsten Folge. Euer Host von Immobi, Immobilienkauf Spanien, ehrlich erklärt.
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